Kommt vorbei…es gibt Flammkuchen :)

Nachdem die Pflicht erledigt war, konnte nur noch eins auf uns warten…die Kür. Wir verbrachten einen einsamen Tag auf dem Stellplatz. Da unser Plätzchen etwas außerhalb des Blickfeldes lag, haben uns Dagmar und Jürgen doch glatt übersehen. So besuchten wir die beiden auf einem anderen Platz und verabredeten uns für den nächsten Tag. Am Dienstag war es dann soweit. Unsere Reisemobile standen Tür an Tür. Und so haben wir recht flott damit begonnen, all unsere Abenteuer und kleine Problemchen und Wehwehchen auszutauschen 🙂 

Um das Leben auch mal wieder spektakulär zu gestalten, probierten wir ein neues Hobby aus. Da die beiden Geo-Caching schon eine längere Zeit machen und mit dem nötigen Materialien ausgestattet sind, ging es dann an zwei Tagen auf Erkundungstour. Man muss sagen, dass Großenbrode nicht gerade der Ort ist, der dem jugendlichen Publikum viel bietet. Also war das für uns eine dankbare Abwechslung. Und es hat auch noch eine Menge Spaß gemacht. Wir werden uns jetzt wohl für die Zukunft auch Aufrüsten und nach Verstecken in Wald, Wiese und Meer suchen.

Ja und was machen Overlander zusammen? Natürlich kochen. Und so kamen alle Herzenswünsche zusammen. Ich glaube, dass wir, nach einer weiteren Woche wie dieser, aus dem Nugget rollen würden. So gab es Flammkuchen, Reibekuchen, Mante, Eintopf, Bier und Wodka für uns vier.

Das beste war auch, dass Jennys Mutter während der ganzen Zeit präsent war und Jenny so die Zeit, die sie während der Reise nicht hatte, jetzt aufholen konnte. Wen ich unbedingt auch noch erwähnen muss ist Sigrid. Ich habe selten jemanden getroffen, der so viele Gedichte, Witze und Lebensgeschichten auf eine Weise erzählt, die einem vermittelt als wäre sie mit Herz und Flamme dabei. Und genau das nimmt nicht nur mich mit, sondern zaubert jedem ein Strahlen ins Gesicht 🙂

Seit langer Zeit besuchten wir wieder einmal das Kino. Da wir im Ausland nirgendwo ein englischsprachiges Kino gefunden haben, freuten wir uns darauf einen Film mal außerhalb unserer „vier Wänden“ zu genießen. Und da ist das Kino in Burg auf Fehmarn sehr zu empfehlen. Hier nistet ein Hauch von Kinoromantik. Das Moderne hat diesen einen Raum noch nicht eingeholt und so sitzt man auf bequemen Polstern, schaut entlang von vielen Lampen auf einen Bildschirm, der nicht all zu unterdimensioniert ist.

Irgendwie verging die Zeit auch wie im Flug. Am Sonntag trennten sich unsere Wege. Petra und Sigrid fahren zurück nach Solingen. Dagmar und Jürgen wollen wieder Sonnenschein genießen und machen sich auf den Weg zum calienten Spanien. Und wir trödeln langsam Richtung Schweiz, wo auf uns, seit einem Jahr Abstinenz, wieder Arbeit wartet.

Es war auf jeden Fall wieder schön Dagmar und Jürgen getroffen zu haben und erinnert uns daran, warum wir überhaupt die Reise angetreten haben.

Wir haben so langsam wieder das Gefühl in der Heimat angekommen zu sein…

PS: Ein Beispiel wie klein die Welt doch ist: Auf dem Stellplatz erkannte Jenny ein Gesicht, dass sie nicht direkt zuordnen konnte. Nach einem kleinem Gespräch stellte sich heraus, dass es Hanni und Gunther mit Shila und Bobby waren. Die beiden waren früher Besucher der Eisdiele, in der Jenny gearbeitet hat. Wir wurden dann auf einen Café eingeladen und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen im Westerwald 🙂

2 Gedanken zu „Kommt vorbei…es gibt Flammkuchen :)

  1. Willkommen in good old Germany. Als wir aus Marokko zurück kamen (und das war ja nur eine kurze Reise im Verhältnis zu eurer) habe ich es auch so empfunden: auch wenn wir immerzu viel zu meckern haben – es geht uns doch gold !!!
    Eine gute „Durchfahrt“ durch D und dann bin ich gespannt, wie Euch so die Arbeit nach der langen Abstinenz schmeckt.
    Liebe Grüße von
    Jürgen und UTE

Kommentare sind geschlossen.