Es geht weiter

Nach dem Besuch der Insel Muhu, machten wir uns auf den Weg über den Damm auf die große Insel Saaremaar. Hier war es quasi genauso ruhig wie auf Muhu. Bei einem Nachtplatz konnten wir sogar Elchspuren finden und den Weg zu ihrer Trinkquelle. Einen gesehen haben wir leider nicht.

Auf dem Weg zu unser Fähre, besichtigten wir noch die Spitze der Insel mit Leuchtturm. Hier trafen wir seit langem wieder ein deutsches Pärchen mit ihrem Sohn, die für 3 Wochen mit dem Auto durch das Baltikum fahren. Bei einem Kaffee haben wir uns super verstanden und mal wieder eine gute Unterhaltung führen können. Zudem sind wir eine Adresse reicher, wo wir herzlich willkommen sind. Danke für die schönen Stunden!

Leider fährt von dem geplanten Fährhafen keine Fähre und so müssen wir die ganze Insel zurück. Den einzigen Vorteil, der dieser Weg hat, ist, dass wir nun doch durch Riga in Lettland fahren können.

Allerdings haben wir aufgrund des „ach so tollen“ Wetters nicht richtig Lust auf Sightseeing und auch so sind wir noch voll von den Eindrücken der letzten Städte und Länder. Einen Spaziergang durch die Stadt lassen wir uns dann doch nicht entgehen. Dieses Mal nach langer Zeit auch wieder in Begleitung unserer Vierbeiner. In einem Open Air-Garden-Restaurant spielt live Musik, die uns einlädt zum verweilen. Wir werden freundlich empfangen und sogar die Hunde bekommen Wasser gebracht – jeder eine eigene Schale!

Wir wollen nun weiter zum Naturschutzgebiet Pape, welches wir in einer Reportage über das Baltikum gesehen haben. Hier gibt es noch richtige Wildpferde und auch sonst sehr viele seltene Tierarten.

Wir finden einen schönen Campingplatz, wo wir nach einem kleinen Handel, sehr günstig eine Nacht verbringen. Wir leihen uns am nächsten Morgen Fahrräder, bei denen direkt mit dem Preis runtergegangen wird, letztendlich sollten wir gar nichts bezahlen. So macht Handeln Spaß!

Auf der Fahrradtour entdecken wir wieder mal sehr genüssliche Pilze und verarbeiten diese zu Pilzschnitzeln mit Pilztopf, lecker! Der Strand und die Natur im Naturschutzgebiet bieten jede Menge Erlebnisse. Der Sonnenuntergang war wunderbar und auch das radeln durch den Wald ein Abenteuer. Krönender Abschluss waren die Wildpferde, zu denen wir sehr nah heran durften. Allerdings wird gewarnt, vorsichtig zu sein. Eigentlich sind diese Pferde verwildert worden. Das letzte richtige Wildpferd ist im 19. Jahrhundert in Russland gestorben. Koniks, so wie sie hier heißen, sind erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts wieder wildlebend in Pape und Umgebung zu finden.

Am Eingang der Weideflächen befindet sich übrigens ein kleiner Park. Hier gibt es Plumsklos, Mülleimer und eine voll ausgestattete Grillecke mit Holz und Wasser, zu dem viele Sitzgelegenheiten und einen Zeltplatz. Alles gratis und mit wunderbarem Blick auf die Weide. In aller Ruhe verbrachten wir hier eine ruhige Nacht.

Mittlerweile sind wir schon in Litauen. Die Übergange in die Länder merkt man kaum, nicht nur weil die Grenzen geöffnet sind, sondern auch, weil die Natur und der Häuserbau sich in diesen Ländern sehr ähnelt. Zudem sprechen die älteren Leute fast alle noch russisch, was zum Teil an der ehemaligen UDSSR, aber auch an Weißrussland und einer Enklave von Russland (Kaliningrad) liegt.

Nun geht es in eine neues Land, mal schauen, was hier auf uns wartet!

Liebste Grüße von uns

Jenny und Johann mit Hundies