Der Weg nach Radeberg und eine Nacht in der Hauptstadt

So machten wir uns auf Richtung Süden. Mit dem Ziel Kathi und Martin zu besuchen. Das interessante dabei ist, dass wir die beiden gar nicht so richtig kennen. Wir wurden auf ihren Blog durch mehrere Ecken aufmerksam. Eine kurzen Absprache und dem Besuch stand nichts mehr im Wege. Nach einer gefühlten Ewigkeit ging es also wieder auf Reisen.

Aber vorher machten wir ein Zwischenstopp. Bei dem kalten und verregneten Wetter in Deutschland, vermissen wir doch ein wenig die Wärme. So gab es nur eine Lösung diese auch im Norden zu bekommen. Da Bad Schwartau nicht nur eine Marmeladenfabrik hat, sondern auch über eine Therme mit Sauna verfügt, machten wir uns auf den Weg zur Holstein-Therme. Da es ab 19:30 Uhr einen Abendtarif gibt, wollten wir zwei Sparfüchse diesen auch ausnutzen. Wir haben leider nicht bedacht, dass es Sonntag ist und dieser nur während der Woche gilt. Irgendwie haben wir das Kleingedruckte überlesen 🙂 Also versuchten wir auf einen anderen Weg etwas Kleingeld zu sparen. Immerhin haben unsere Studentenausweise im Ausland super funktioniert. Doch hier in Deutschland verstehen die Leute auch was darauf steht 🙂 Naja, da diese seit einem Jahr abgelaufen sind, half nur der Hinweis darauf, dass wir in Asien Semesterurlaub hatten 🙂 Die Sauna war zwar nicht so heiß wie in Russland bei meinem Onkel, jedoch auf eine andere Art gut. Am Abend ging es direkt in Bett und wir genossen den Luxus am Morgen nach dem Saunagang auszuschlafen.

Morgens konnten wir dann all unsere Entspannung gebrauchen. Oft ist es uns passiert, aber dieses mal soll es auch den Weg in den Blog finden. Freunde der sterilen Gründlichkeit sollten diesen Absatz überlesen 🙂 Während man doch in einem Haus eine fest installierte Toilette besitzt, müssen wir uns auf Reisen etwas kreativer mit diesem Thema auseinander setzten. Da von vorneherein kein fester Platz für das Porta Potti im Nugget vorgesehen ist, außer ein Platz unter dem aufgebauten Bett, improvisierten wir. Da Jenny nachts aufs Klo muss und wir dafür das halbe Bett aufklappen müssten, steht unsere Toilette mitten im „Flur“. Im Gang zwischen Wohnraum (aka Essraum und Schlafzimmer) und der Küche (aka Badezimmer). Im nächsten Auto werden wir es auf jeden Fall besser lösen 🙂 Naja, zurück zum Thema. Nachdem ich morgens vergessen habe abzuspülen und Jenny das Porta Potti ins Badezimmer heben wollte, teilte sich dieses in zwei Teile und unser Haus stand unter Wasser 🙁 So verbrachten wir die nächstes 3 Stunden damit, unsere hinteres Interieur komplett aus dem Nugget zu räumen. Jede Ritze musste sauber gemacht werden und einige Teile, wie zum Beispiel der Teppich, mussten komplett entsorgt werden… Oft ist uns ein wenig aus dem Port Potti ausgelaufen. Bei hoher Temperatur und Bergüberfahrten, hatten wir so einiges danach zu putzen. Dieses mal jedoch war es eine Totalkatastrophe. Urlaub sieht anders aus!

Nach der veränderten Tagesplanung, machten wir uns auf herrlichen deutschen Autobahnen auf nach Dresden.

Am Abend wendeten wir dann unsere Asientaktik an um einen schönen Schlafplatz zu bekommen. Wir verließen die Autobahn in einem ländlichen Gebiet und fuhren an einem Feldweg bis zu einer geeigneten Stelle. Wir wissen gar nicht ob das hier in Deutschland erlaubt ist. Und ein Jahr zurück hätten wir uns auch darüber bestimmt mehr Gedanken gemacht. Nach einer sehr ruhigen Nacht kamen wir dann morgens auf neue Ideen. Da wir uns knapp 100km vor Berlin befanden und wir Yasemin und Christian noch im guten Gedächtnis hatten entschieden wir uns für einen Spontanbesuch. Die beiden haben wir vor knapp einem halben Jahr in Portugal kennen gelernt. Nach einem kurzen Telefongespräch standen wir dann Nachmittags in Tempelhof und tauschten unsere Geschichten aus. Da die beiden auch ständig unterwegs sind um aus dem Arbeitsalltag zu fliehen hätten wir sicher Gesprächsstoff für eine Woche gehabt 🙂 Wie dem auch sei, eine Woche hatten wir dann leider doch nicht, da die beiden am Wochenende für 3 Wochen nach Amerika fliegen und langsam mal die Vorbereitungen anfangen mussten. So verbrachten wir noch einen schönen Abend in einer Berliner Kneipe feierten den Sieg von Dortmund und tranken deutlich einen über den Durst. Am morgen mussten wir dann den Hut ziehen. Während wir uns den Schlaf aus den Augen rieben waren die beiden schon fleißig am arbeiten.

Nach einem kurzen Besuch des Hafens in Tempelhof ging es dann für uns weiter. Wir fuhren vorbei an den Spreewaldgurken und freuten uns auf das Treffen mit Kathi und Martin.

Am Abend kehrten wir dann auf dem Hof der alten Schlossmühle ein. Herr Lehmann, das Reiseauto der beiden ist zwar nicht mehr in ihrem Besitz aber ein kleines Plakat machte uns darauf aufmerksam, dass hier Overlander wohnen 🙂 Nach einem kurzen Abschnuppern mit Martin und später auch mit Kathi kamen wir schnell ins Gespräch und da die beiden uns Amerika und Südostasien voraus haben, weckten die Erinnerung einmal mehr die Reiselust in diese Teile der Welt. Ihr könnt übrigens hier (Link) die Reise der beiden anschauen. Da Martin noch dazu ein passionierter Filmemacher ist, sind die Videos auf ihrem Blog sehr sehenswert 🙂

Beste Grüße von unterwegs

Jenny&Johann mit ChiBa

Abschiedsfeier

Wir danken allen für Euer kommen! Es hat super viel Spass gemacht und wird für uns einfach unvergesslich bleiben! Eure Geschenke werden uns größtenteils auf der Reise begleiten – die essbaren leider nicht – und dafür danken wir auch!

Ein Paar Fotos könnt Ihr schon im neuen Album unter Delikatessen anschauen, weitere folgen.

Beste Grüße aus zur Zeit Heidelberg!

Danke Chucky für den tollen Abend :*