Ausreise die Zweite :)

Irgendwie hat uns in letzter Zeit die Schreibfaulheit eingeholt. So fragten wir uns beide wer den nächsten Blogeintrag schreiben soll. Ich (Johann) hab dann endlich heute nach ein paar Kreativitätstropfen (Ruby Portwein) den Reiz gefunden wieder mal was auf das digitale Papier zu schmieren. Wir haben uns auch das erste mal mobiles Internet gegönnt und nicht schlecht gestaunt wie schnell doch 25 MB aufgebraucht werden 🙂 Naja so sitze ich hier und kann nicht nachschauen wie lange es her ist, dass wir etwas veröffentlicht haben. So viel zu jetzt. Und das geschah in der letzten Zeit:

Dresden stand auf unserem Programm und wir waren dieses mal nicht alleine.Denn Kerstin ließ uns ein Lächeln auf unsere Gesichter zaubern und besuchte uns für vier Tage in dieser wundervollen Stadt. Vorweg genommen: die Zeit verflog viel zu schnell. Wir hatten vieles zu erzählen und Kerstin hatte nicht gerade weniger in der letzten Zeit erlebt. Kerstin ist übrigens meine damalige WG- Mitbewohnerin und somit noch ein Lichtblick aus dem Studentenleben 🙂

So folgten wir den touristischen Pfaden und hatten echtes Glück mit dem Wetter. Die Wahrzeichen der Stadt und das Treiben der Studenten zeigten ihre Wirkung. Alleine die Neustadt, die für uns eher wie eine Art Pub, Restaurant, Imbissbude und vegetarische Hochburg erschien, ist einfach unvergleichlich. Die 40 000 eingeschriebenen Studenten in Dresden verleihen diesem Teil der Stadt das, was uns doch in Koblenz ein wenig gefehlt hat. Hier kann man das Studentenleben voll und ganz ausleben. So scheint es 🙂 Zwischendurch trafen wir uns Abends mit Kathi und Martin. Wir gingen Billard spielen, saßen an der Lieblingsecke von den beiden, tranken, quatschten und besuchten die 18er WG. Also alles in einem ein sehr angenehmes Dasein. Außer die WG. Aber das muss und kann ja jeder für sich frei entscheiden.

Die Altstadt dagegen mit den historischen Gebäuden (die meistens neu aufgebaut) wie die Frauenkirche, der Semperoper, Zwinger etc. ist Kontrastreich und mindestens einen Besuch wert. Die Elbe dient sozusagen als Grenze zwischen diesen beiden Welten. Wir wählten als Kontrastprogramm die Aufführung „Carmen“ in der Oper und die berühmte Rakete im Rosis 🙂

Nachdem wir uns mit Kerstin verabschiedet haben und das selbe auch mit den beiden Ex-Weltenbummlern auch über das Herzen brachten machten wir uns wieder auf ins Ausland. Vorher besichtigten wir noch eine Attraktion in der sächsischen Schweiz, den Lilienstein. Das beste an der Geschichte ist nicht der Berg, der aus dem Nichts auf einem Feld steht. Es ist viel mehr die Tatsache , dass wir uns zum zweiten Mal in Deutschland festfuhren. Auf unserer gesamten Reise ist das noch nie passiert und hier in der Offroad-Republik Deutschland durften wir also buddeln 🙂 Bei zweiten Festfahren half dann am Ende nur noch das Ablassen des Reifendruckes.

Aus Deutschland fuhren wir dann mit gemischten Gefühlen. Prag reizte uns mehr als das „nach Hause“ kommen. Was sich jedoch als ein Schuss nach hinten heraus stellte. Die Stadt ist schön und das Flair definitiv besonders. Aber nach einer Woche Dresden war das einfach zu viel für uns. So viele Touristen (wir wissen: wir sind auch welche :)) haben wir selten auf einem Fleck erlebt. Und somit hieß es für uns: Prag doswedanja und Natur hola. So tröddeln wir im Moment durch Tschechien entlang der Moldau und haben sehr schöne Plätze gefunden aber irgendwie freuen wir uns doch auch mal bald zu arbeiten 🙂 Schon seltsam…